Osteopathie

Was ist Osteopathie und wie funktioniert sie?

Behandeln auf die sanfte Art

Nur mit seinen Händen kann der Osteopath Funktionsstörungen ertasten und lösen. Die sanfte Therapie bzw. Behandlungsmethode findet in Deutschland immer mehr Anhänger.

Konventionelle Verfahren sind nicht immer die besten. Gerade wenn es um die Behandlung von Schmerzen geht, wird auch hierzulande immer häufiger mit alternativen Methoden gearbeitet.

Ohne Medikamente und Instrumente - nach diesen Grundsätzen handelt auch die Osteopathie. Allein mit seinen Händen ertastet der Osteopath die Funktionsstörungen des Körpers und sucht nach ihren Ursachen. Denn diese liegen oft an anderer Stelle als der akute Schmerz selbst. Die Spannungen löst er dann mit seinen Händen.

Osteopathie ist eine ganzheitliche Therapie, die seit gut 120 Jahren in den USA praktiziert wird und mittlerweile auch in Deutschland boomt. Die Grundidee: Leben ist Bewegung, und wo die Beweglichkeit eingeschränkt ist, können Krankheiten entstehen. Die Osteopathie betrachtet den Körper als eine Art Uhrwerk, in dem alle Strukturen in Bewegung und miteinander verbunden sind. Ist eine Struktur, Organ, Muskel, Knochen oder Glied des Körpers blockiert, verlagert sich der Schmerz in andere Körperteile: Schulterschmerzen können vom Handgelenk kommen und Rückenschmerzen von Verspannungen am Magen.

Unser Körper stimmt alle lebensnotwendigen Funktionen in ständiger Bewegung aufeinander ab. Ein Großteil dieser Mobilität ist uns selten bewußt. Hierzu zählen der pulsierende Blutstrom, die rhythmische Atembewegung, die unwillkürliche Arbeit unserer Verdauungsorgane, die Strömung der Körperflüssigkeiten und schließlich die Bewegungen der Muskulatur, Sehnen, Gelenke und Bindegewebe.

Nicht immer signalisiert uns der Körper eine Funktionsstörung durch Schmerzen oder andere Beschwerden. Unser Organismus ist sehr anpassungsfähig und kann manche "Störung", wie Fehlhaltungen, streßbedingte Verspannungen oder sogar Verletzungen lange Zeit ausgleichen.

Was macht ein Osteopath?

Indem der Osteopath mit seinen Händen die Bewegungseinschränkungen löst, hilft er dem Körper, Funktionsstörungen zu beheben. Der Osteopath leistet damit Hilfe zur Selbstheilung, denn durch die wiederhergestellte Bewegung befreit und unterstützt er unsere Selbstheilungskräfte, die so der gestörten Struktur zu ihrer normalen Funktion zurückverhelfen. Durch seine genauen Kenntnisse der Anatomie und Physiologie dringt der osteopathisch behandelnde Therapeut, Arzt oder Heilpraktiker dabei von den Symptomen zu den Ursachen der Beschwerden vor und ordnet jede Störung und deren Behandlung in die Bewegungszusammenhänge des gesamten Organismus ein.

Mit geschulten Händen ertasten Osteopathen Blockaden der Gelenke, Spannungen oder Verhärtungen in Muskeln Organe und Bindegewebe. Sogar den Fluss von Lymphe, Blut und Gehirnflüssigkeit können sensible Osteopathen erspüren. Ihr Diagnoseinstrument ist das Fingerspitzengefühl, die Therapie ist Handarbeit.

Viele Methoden sind sanft und fühlen sich an wie Ertasten (Handauflegen) oder eine zarte Massage.

Wenn der Osteopath Blockaden an Wirbeln und Gelenken löst, kann es aber auch mal krachen und manche Bindegewebstechniken können sogar (richtig) schmerzhaft sein. Doch die osteopathische Behandlung entstaut, begradigt und befreit - mit großem Erfolg:

Meist spüren die Patienten schon nach einer oder zwei Behandlungen eine Linderung ihrer Schmerzen.

Bei welchen Erkrankungen hilft die Osteopathie?

Behandelt werden unter anderem ...

Grenzen der Osteopathie

Die Osteopathie hat da ihre Grenzen, wo Selbstheilungskräfte des Körpers nicht ausreichen.

Bei schweren und/oder akuten Erkrankungen sollte man immer zu einem Schulmediziner gehen. Die Osteopathie ist auch keine Notfallmedizin, kann also bei einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall nicht lebensrettend eingreifen. Offene Wunden, Brüche, Verbrennungen, Krebs und andere Verletzungen müssen auch immer erst von einem Arzt behandelt werden. Ebenso gehören psychische Erkrankungen wie Depressionen nicht in die Hand eines Osteopathen. Bei vielen der hier genannten Beschwerden kann sich aber eine osteopathische Behandlung als Begleittherapie anbieten. So kann sich zum Beispiel der sanfte Hautkontakt bei Depressionen durchaus positiv auswirken.

Wieviel Behandlungen benötige ich?

Der Osteopath kann tiefgreifende Wirkungen erreichen - in manchen Fällen schon in einer Sitzung.

Bei schwierigen und alten Problemen ist, wie in jeder Medizin, ein längerer Behandlungszeitraum erforderlich. Besonders bei langjährigen Beschwerden kann man nicht davon ausgehen, dass zwei oder drei Behandlungen ausreichend sind.

Für weitere Fragen steht Ihnen unser Praxisteam gerne zur Verfügung.


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